Preiskalkulation für Beauty-Dienstleistungen: So bleibst du profitabel
Viele Kosmetikerinnen setzen Preise nach Bauchgefühl. Das führt oft zu Unterpreisigkeit. Mit dieser Kalkulation findest du heraus, was deine Behandlungen wirklich kosten müssen.
Das Problem mit dem Bauchgefühl beim Preis
Was nehmen die anderen? ist die meistgenutzte, aber schlechteste Methode zur Preisfindung. Denn andere Studios haben vielleicht andere Kosten oder arbeiten bewusst unter Wert. Preis ohne Kalkulation ist Glücksspiel.
Der richtige Ansatz: Bottom-up-Kalkulation
Schritt 1 – Fixkosten: Miete + Nebenkosten + Versicherungen + Software + Telefon
Schritt 2 – Variable Kosten pro Behandlung: Materialverbrauch + anteiliger Strom und Wasser
Schritt 3 – Stundensatz berechnen: Gesamtkosten pro Monat ÷ produktive Arbeitsstunden. Rechne nur mit 60–70 % der Gesamtöffnungszeit als produktiv.
Schritt 4 – Gewinnmarge aufschlagen: Mindestens 30–40 % für Gewinn, Rücklagen und Urlaub.
Beispielrechnung
Fixkosten 2.000 € + Steuern 500 € = 2.500 € Mindesterlös. Bei 120 produktiven Stunden: 2.500 ÷ 120 = 20,83 € Mindeststundensatz. Mit 40 % Aufschlag: ca. 29 € als Untergrenze.
Häufige Fragen (FAQ)
Was mache ich, wenn meine Preise weit über der Konkurrenz liegen?
Prüfe deine Kosten. Wenn die Preise trotzdem höher sind, kommuniziere deinen Mehrwert klar: bessere Produkte, mehr Erfahrung, exklusivere Atmosphäre.
Wie oft sollte ich meine Preise kalkulieren?
Mindestens einmal jährlich. Wenn sich Kosten deutlich erhöhen, sofort neu kalkulieren.
Fazit
Professionelle Preiskalkulation ist kein Luxus, sondern Überlebensstrategie. Wer seine Zahlen kennt, kann selbstbewusst die Preise verlangen, die sein Studio wirklich verdient.













