Friseursalon eröffnen: Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit
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Der eigene Friseursalon – für viele ein lang gehegter Traum in der Beautybranche. Doch wie wird aus einer Vision ein tragfähiges Geschäftsmodell? In diesem Beitrag erhältst du einen Überblick über alle wichtigen Etappen: von der Planung über die Finanzierung bis hin zur Kundengewinnung.
Wer sich im Friseurhandwerk selbstständig machen möchte, braucht mehr als Leidenschaft für Styling und Trends. Eine solide Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung sind unverzichtbar – nicht nur für die Qualität deiner Arbeit, sondern auch für die Kundenzufriedenheit.
Der Meisterbrief ist in vielen Fällen Voraussetzung, um einen Friseursalon offiziell zu führen. Zudem bietet er dir die Möglichkeit, Nachwuchs auszubilden – ein Vorteil für dein zukünftiges Team.
Noch bevor die erste Schere in die Hand genommen wird, stehen einige organisatorische Aufgaben an. Dazu gehören:
Informiere dich frühzeitig über alle erforderlichen Formalitäten. So vermeidest du Verzögerungen und kannst sicher in die Gründung starten.
Eine der größten Herausforderungen ist die Finanzierung. Die Startkosten können stark variieren – abhängig von Standort, Größe, Ausstattung und Personal.
Typische Kostenblöcke:
Finanzierungsmöglichkeiten reichen von Eigenkapital über Bankkredite bis zu Förderprogrammen für Gründer. Ein detaillierter Finanzplan ist nicht nur für dich wichtig, sondern auch für potenzielle Investoren oder Banken.
Je nach Größe deines Vorhabens kommt eine andere Unternehmensform in Frage:
Lass dich hierzu idealerweise von einem Steuerberater oder Gründungscoach beraten – das kann dir später viele rechtliche und steuerliche Stolperfallen ersparen.
Der Standort deines Salons spielt eine große Rolle. Hohe Fußgängerfrequenz, gute Erreichbarkeit und Sichtbarkeit sind wichtige Faktoren für Laufkundschaft und Stammgäste. Achte auf:
Das Interior Design sollte zu deiner Marke passen. Ein ansprechendes, modernes Ambiente trägt stark zur Wohlfühlatmosphäre bei – und beeinflusst die Wahrnehmung deiner Qualität.
Eine gute Dienstleistung allein reicht heute nicht mehr – du musst sichtbar sein. Das gelingt am besten mit einem professionellen Online-Auftritt:
Zum Start lohnen sich Aktionen wie Rabatte zur Eröffnung, Gewinnspiele oder Empfehlungen über bestehende Kontakte.
Wenn du mit Mitarbeitenden startest, sind frühzeitige Planung und klare Verträge wichtig. Achte auf:
Was Kund*innen begeistert, sind kleine Details: ein Getränk beim Warten, freundlicher Empfang, professionelle Beratung – Service ist oft das Zünglein an der Waage für Weiterempfehlungen.
Vergiss nicht die Absicherung deines Unternehmens. Zu den wichtigsten Verträgen zählen:
Vertrag/VersicherungZweckMietvertragNutzung deiner GeschäftsräumeArbeitsverträgeRechte & Pflichten deiner MitarbeitendenBetriebshaftpflichtversicherungAbsicherung bei Schäden gegenüber Drittenggf. InhaltsversicherungSchutz deiner Ausstattung bei Diebstahl, Brand etc.
✔ Meistertitel oder gleichwertige Qualifikation
✔ Standortanalyse und Mietvertrag
✔ Gründungsberatung & Businessplan
✔ Gewerbeanmeldung und Behördenkontakte
✔ Wahl der Rechtsform & Steuernummer
✔ Einrichtung & Ausstattung planen
✔ Marketing & Branding entwickeln
✔ Online-Terminbuchung integrieren
✔ Personal einstellen (optional)
✔ Versicherungen abschließen
Ob Handwerkskammer, Gründungszentren oder Förderprogramme – nutze die Möglichkeiten, dich professionell begleiten zu lassen. Es gibt zahlreiche Beratungsstellen, die dich beim Aufbau deines Salons unterstützen.
Zudem hilft dir der Austausch mit anderen Gründer*innen, Erfahrungen zu teilen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Die Selbstständigkeit als Friseur*in bringt viele Chancen mit sich – aber auch Verantwortung. Mit guter Vorbereitung, professionellem Auftritt und echtem Kundensinn kannst du deinen Traum vom eigenen Salon erfolgreich umsetzen.